industriebaupreis2018

06. Juni 2018 | Haus der Wirtschaft, Stuttgart

Preisträger des industriebaupreis2018 | © irem (c)

industriebaupreis2018

Preisverleihung

06. Juni 2018 | Haus der Wirtschaft, Stuttgart


Der industriebaupreis2018 wurde im Rahmen des IREM Symposiums im Haus der Wirtschaft in Stuttgart verliehen. Ausgezeichnet wurden Projekte, die durch ihr ausgewogenes Zusammenspiel von Gestalt, Funktion, Nachhaltigkeit und Ökonomie vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Verantwortung und ganzheitlichem Denken die Jury begeistert haben. Die Verleihung des Preises erfolgte gemeinsam an Bauherren und Planer.

An alle Preisträger/-innen, Gratulation!

 

Bild_Jurysitzung industriebaupreis2018 (c) Melanie Meinig

Einreichungen

Es wurden ingesamt 55 Projekte für den industriebaupreis2018 eingereicht.

  • Bauwerke (Neubau oder Umbau, realisierte Projekte seit Juni 2015): 36 Einreichungen
  • Städtebauliche Anlagen, wie Standortplanung, Gewerbegebiete, Industrieparks und dgl. (in Planung oder realisiert): 6 Einreichungen
  • Nachwuchspreis (Abschlussarbeiten seit Juni 2015): 13 Einreichungen; davon: 6 Entwurfsarbeiten und 7 schriftliche Arbeiten

 

Bild_arena2036 (c) HGEsch

Planer: HENN GmbH

Bauherr: Universitätsbauamt Stuttgart und Hohenheim

Arena2036

Gewinner der Kategorie Bauwerk

„Beeindruckend ist, mit welcher Finesse ein Gebäude bei aller Klarheit und Konsequenz entworfen und konstruiert wurde, halb Industriehalle, halb Entwicklungszentrum. Die metallisch irisierende Erscheinung gibt der Architektur eine feine Präzision, die an keiner Stelle unangemessen wirkt. Ob es die schräg gestellten Sonnenschutzlamellen sind, oder das wie subtraktiv aus dem Baukörper gefräst wirkende Sheddach, die leichte Einkippung der Eingangsfassade, oder die langgestreckte Glas Box der Forschungsbüros: 
Jedes Detail ist funktional begründet und gestalterisch in vorbildlicher Weise 
und auf hohem Niveau integriert.“

Alexander Vohl
(BDA Landesverband Baden-Württemberg, Landesvorsitzender)

 

Bild_thyssenkrupp Testturm (c) Rainer Viertlboeck, Gauting

Planer: Werner Sobek, Stuttgart

Bauherr: ThyssenKrupp Real Estate GmbH

ThyssenKrupp Testturm, Rottweil

Sonderpreis der Kategorie Bauwerk

„In der Tragwerksplanung waren neben den bei einem Turmbauwerk üblichen und bereits regelmäßig sehr anspruchsvollen Berechnungen eine Vielzahl von Sondernachweisen und konstruktiven Lösungen erforderlich, insbesondere umfangreiche Betrachtungen des Bauzustands und Ermüdungsnachweise im Stahlbetonbau. Eine weltweit einzigartige Besonderheit ist auch der Einbau eines Dämpfersystems, das einerseits auf windinduzierte Schwingungen reagieren kann und mit dem andererseits der Turm gezielt in Schwingung versetzt werden kann, um den Entwicklungsingenieuren des Auftraggebers 
die Möglichkeit zu geben, Windbelastungen zu simulieren.“

Prof. Dr.-Ing. Stephan Engelsmann
(Ingenieurkammer Baden-Württemberg, Präsident)

 

Bild_diagramm aus Masterarbeit von Hrn. Weik (c) Maximilian Weik

Abschlussarbeit von: Maximilian Weik

Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner

Erstellung eines Pflichtenhefts für digitale Last Planner Systeme in der Planungsphase

Gewinner Kategorie Nachwuchspreis

„…widmet sich Herr Weik mit seiner Masterthesis einem hoch aktuellen Themengebiet, das insbesondere bei komplexen Projekten, wie es Industriebauten sind, von großer Relevanz ist. Er überträgt die aktuellen Erkenntnisse aus der Ausführungs- in die Planungsphase – fokussiert auf Vor- und Entwurfsplanung. Dabei setzt er insbesondere auf die Chancen der Digitalisierung, indem er ein Pflichtenheft für ein unterstützendes 
Softwareprodukt bereitstellt und an einem Beispiel evaluiert. Auf diese Weise 
entwickelt er ein digitales Last Planner System, das in der Planungsphase 
angewendet werden kann.“

Univ.-Prof. Dr. Christian Stoy
(Universität Stuttgart)

 

Bild_Daimler AIZ/RZ (c) Olaf Becker

Planer: ATP München Planungs GmbH

Bauherr: Daimler AG

Daimler AIZ/RZ

Anerkennung der Kategorie Bauwerk

„Architektonisch ist es den ATP Architekten und Ingenieuren gelungen den Corporate Identity Anspruch von Daimler mit den komplexen Nutzungen und dem Erscheinungsbild des Bauwerkes in Einklang zu bringen. Dabei wurden die Funktionen, die Technik und die Proportionen von 136.000 m³ umbautem Raum und 25.000 m² Nutzflächen in eine Stahl- und Betonkonstruktion eingebunden und mit einer leichten hinterlüfteten Metallfassade umhüllt.“

Prof. Thomas Brandin
(Arbeitsgemeinschaft Industriebau e.V. (AGI))

 

Bild_Salzlagerhalle Geislingen (c) Martin Duckek

Planer: vautz und mang architekten bda

Bauherr: Staatliches Hochbauamt Ulm

Salzlagerhalle Geislingen

Nominierung der Kategorie Bauwerk

„Funktion, Konstruktion, Material und Gestalt werden hier ganz spezifisch eingesetzt und zusammengeführt, sie zeigen auf vorbildliche Weise, wie auch und gerade scheinbar profane Bauaufgaben auf inspirierte und inspirierende Art und Weise entstehen können. Insofern steht die Salzlagerhalle von Vautz Mang Architekten BDA in der Tradition des Industriebaus der 20er Jahre.“

Alexander Vohl
(BDA Landesverband Baden-Württemberg, Landesvorsitzender)

 

Bild_Fraunhofer Institut (c) Wolf-Dieter Gericke

Planer: hammeskrause architekten bda

Bauherr: Fraunhofer-Gesellschaft

Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik

Nominierung der Kategorie Bauwerk

„Das Projekt bleibt trotz dieser spektakulären Maßnahme insgesamt einer funktionsorientierten Grundhaltung verpflichtet, nutzt die Ressourcen des Bestandes geschickt aus und intergiert die neuen Nutzungen effizient. Es ist deshalb eine gelungene Referenz für eine wichtige Aufgabenstellung unserer Zeit: die Um- und Weiternutzung des Bestandes an zahlreichen mehr oder weniger anonymen Gewerbebauten in unserem Land.“

Markus Müller
(Architektenkammer Baden-Württemberg, Präsident)

 

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